Nach dem Ätzen zeigt meine Probe einen Bereich, der fleckig aussieht!

Es ruft schon eine gewisse Enttäuschung hervor, wenn man ein in mehreren Schritten hergestelltes metallografisches Präparat unter dem Mikroskop betrachtet, um dann eine verfärbte oder gefleckte Oberfläche festzustellen. Bestimmte Arten von Flecken können zwar ignoriert werden, aber eine Vielzahl von Flecken deuten auf eine fehlerhafte Vorbereitung hin.

Was sind die Hauptursachen für Fleckenbildung?

Oft entstehen Flecken durch Schleif-/Polier- oder Ätzflüssigkeiten, die nach Abschluss der Vorbereitungen aus ihren „Verstecken“ in die Einbettung eindringen, z. B. aufgrund von Spalten zwischen Einbettungsmaterial und Probe. Dies lässt sich mithilfe geeigneter Einbettungsmethoden vermeiden (mehr dazu in einem späteren Beitrag). Manchmal werden die Hohlräume durch die Probe selbst verursacht, z. B. aufgrund von Porosität, Schweißfehler, der Probenkonstruktion etc. Dann wird es schwieriger oder sogar unmöglich, eine Lösung zu finden. Verfärbungen können auch auftreten, wenn die Probe nach dem Polieren und/oder Ätzen nicht richtig gereinigt und getrocknet wird. Zum Spülen von Proben sollte kaltes Wasser sowie wasserfreier Ethylalkohol verwendet werden. Die Trocknung sollte in einem trockenen, öl- und wasserfreien Luftstrom erfolgen.

Was kann ich beim Einbetten im warmen Zustand tun, um Verfärbungen zu verhindern?

Zur Herstellung einer spaltfreien Verbindung zwischen Einbettungsmaterial und Probe sind einige Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich, um Probleme beim Polieren und Ätzen zu vermeiden. Um eine optimale Haftung des Einbettmaterials an der Probe zu gewährleisten, reinigen Sie die Probe gründlich mit kaltem Wasser und im Anschluß mit Ethylalkohol. Trocknen Sie nun die Probe gründlich. Während der Kühlphase in der Einbettpresse schrumpfen sowohl die Probe als auch das Einbettmaterial. Bakelit kann dabei so stark schrumpfen, dass es sich von der Probe ablöst; dies gilt insbesonders, wenn die Druckentlastung bei Temperaturen über 70 °C erfolgen. Epoxid haftet aufgrund der Konsistenz deutlich besser an Probenoberflächen als Bakelit. Daher ist Epoxid die bessere Wahl, wenn auch kleine Spaltbildungen unerwünscht sind.

Maßnahmen zum Verhindern von Verfärbungen zu ergreifen, kann Zeit und Geld sparen. Falls unter Beachtung der oben aufgeführten Ursachen weiter Verfärbungen auftreten, kontaktieren Sie und bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.. Einer unserer Experten hilft Ihnen gerne, eine Lösung zu finden.

 

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Nach dem Ätzen zeigt meine Probe einen Bereich, der fleckig aussieht!
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